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Daytrader – Mein Weg Teil 3

Daytrader – Mein Weg Teil 3

Studium Anfang

Daytrader – Mein Weg dritter Teil 3 Studium und Daytrading

Meine Erwartungen an das Studium. Hat das Studium meinem Trading Traum geholfen? Wie habe ich meine bis dahin größte Lebenskrise überstanden? Was waren meine Erwartungen an das Studium?

Ich habe erwartet, dass das Studium mich weiter bringt in Sachen Investitionen bzw. Finanzmanagement, sodass ich das neue Wissen für mein Daytrading nutzen kann. In meinem Studienfach „Wirtschaftswissenschaften“ hatte ich die Fächer „Investition & Finanzierung, Kostenleistungsrechung, Finanzmanagement als Schwerpunktfach und viele weitere. Sodass ich davon ausgegangen war, dass mich dieses Wissen aufjedenfall weiter bringen wird…

So startete ich mein Studium mit großer Vorfreude. Ich habe erwartet, dass ich erstens einen Hochschulabschluss für Bewerbung als Trader und zweitens das zuvor erwähnte Wissen, mich weiter bringen würde.

Hat das Studium meinem Trading Traum geholfen?

Schnell merkte ich im Studium, dass die Ausbildung im Studium nicht den Art von Menschen weiter helfen wird, die als Investoren oder Unternehmer ihren Weg im Leben machen wollten. Das Studium zielt nur darauf, aus jungen Menschen Angestellte zu machen. Die großen Wert auf Sicherheit legen und wo man klare Regeln zu beachten hatte. Dieses Verhalten entspricht absolut nicht meiner Natur. Von der Persönlichkeit her bin ich ein „INTJ“ (mehr Infos das auf https://www.16personalities.com/de/personlichkeitstypen) das bedeutet, ich bin ein Phantasiereicher und strategischer Denker, mit einem Plan für alles 🙂 .

Kurz gesagt das Wissen was mir im Studium vermittelt wurde, hatte meine Erwartungen nicht erfühlt. Sondern sogar sehr enttäuscht. Weil das Wissen in den oben aufgeführten Fächern stand noch vor dem ersten Weltkrieg und ist mit der heutigen Zeit absolut nicht kompatibel. Je weiter mein Studium Fortschritt, desto mehr enttäuscht war ich. Der Höhepunkt meiner Enttäuschung war der September 2009, kurz bzw. während der Finanzkrise. Die Trader Jobs für die ich mich bewerben wollte, sind in Deutschland fast komplett verschwunden.

Die meisten Banken und Versicherer haben Investment Banking Abteilung in Deutschland geschlossen oder ins Ausland ausgelagert. Nun war meine Motivation noch weiter zu studieren gegen 0. Da wollte ich mein Ziel auf dem klassischen Weg durch staatliche Ausbildung erreichen. Doch ich wurde ausschließlich von diesem Weg enttäuscht. Meine Bilanz zum damaligen Zeitpunkt war, dass das Wissen aus den Fächern für meine Vorhaben und mein Abschluss für meinen Traumberuf wertlos waren.

Die Zeit der Erkenntnis begann…

Wie habe ich meine bis dahin größte Lebenskrise überstanden?

Während des Studium habe ich weiter an der Börse mit Optionsscheinen spekuliert. Später wo ich mehrmals damit gewonnen hatte, habe ich ein Futures Konto eröffnet. Die Futures haben mich in ihren Bann gezogen. Ich fing an mein Konto bis auf das äußerste auszureizen. Jede Position wurde mit der maximalen Margin ausgeschöpft. Wie schon so häufig bei mir der Fall gewesen sei, hatte es häufig genug funktioniert. Ich fühlte mich wieder, wie der Herrscher der Welt. Es war plötzlich so einfach 100€ täglich zu verdienen, dass es mich angefangen hat zu langweilen.

Darauf hin habe ich das Risiko immer weiter erhöht. Immer mehr Kontrakte, sprich mit jeden Gewinn wurde meine Margin größer, sodass ich immer mehr Kontrakte kaufen könnte. Meine Gewinne stiegen auf 250€, 500€ täglich, bis es dann schließlich knallte. Ich verlor mit nur einem einzigen Trade mehr als 15.000€ innerhalb weniger Minuten. Den Schmerz den ich dabei empfunden habe, war das mit Abstand intensivste Gefühl was ich bis dahin kannte. Jeder von hat bestimmt schon mal den Spruch gehört. Man verliert den Boden unter seinen Füßen. So war das wirklich, ich saß zwar auf meinem Stuhl, aber in meinem Kopf ist der Boden vor meinen Füßen weg gebrochen. Dabei habe ich mich versucht wie ein Irrer festzuhalten, obwohl ich fest in meinem Stuhl saß. *Komische Vorstellungen wenn ich es gerade hier so schreibe*

Für meine Psyche war es aber leider keine gute Erfahrung. Ich war für mehrere Tage nicht ansprechbar. Im Kopf war ich nur Gemüse. Ich war am Boden zerstört, kraftlos und deprimiert. Dieser Zustand hielt für 6 Monate an. Danach fing ich wieder an, mich langsam wieder wie ein Mensch zu fühlen. In sehr kleinen Schritten fing ich an, wieder am Leben teilzuhaben. Bis ich mich wieder an die Börse getraut habe, müssten noch weitere 3 Monate vergehen.

Und dann hatte ich wieder einen Plan…

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Comments

  • Mario
    Juni 16, 2017

    @ Viktor
    Dieser Teil der Serie klingt sehr traurig. Hat dir das Studium wirklich nicht geholfen? Oder war das vielleicht einfach falsches Studium?

    Du hast doch viel Geld gemacht, warum machst du nicht das selbe weiter? 100€ täglich ist doch sehr viel Geld, die meisten trader würden sich darüber freuen.

    Wie läuft es aktuell bei dir? Du postest paar Trading videos wo du nur gewinnst. Wie sieht es mit Verlusten aus? Machst du die auch und willst sie nicht Posten?

    Würde mich über deine Antwort freuen
    LG Mario

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