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Daytrader – Mein Weg – Teil 2

Daytrader – Mein Weg – Teil 2

Daytrader – Mein Weg

Wie verlief meine Trading Odyssee während des Fachabiturs? Welche Erkenntnis habe ich über gute Noten erlangt? Was hat Schulbildung mit Erfolg zu tun?

Daytrader - Mein Weg

Daytrader – Mein Weg

Wie verlief meine Trading Odyssee während des Fachabiturs?

Das Schuljahr begann im August 2006. Ich war motiviert und konnte es nicht erwarten endlich mein Fachabitur zu machen und meinen Traum als Trader leben.

Meine Motivation war riesig groß und ich wollte es auf keinen Fall vermasseln, daher habe ich ein bisschen vorgesorgt. Bis dahin war ich ziemlich schlecht in der Schule, am Ende der Realschule hatte ich einen 4er Durchschnitt. Ich kaufte mir das Buch „Garantiert erfolgreich lernen“. Das Buch hielt wirklich das, was es versprochen hatte. Ich wurde wirklich gut in der Schule.

Unerwartet wurde ich zum Einser Schüler. Die elfte Klasse schloss ich mit einem 1,7 Durchschnitt ab. So viele Einsen, wie ich damals in der 11 Klasse geschrieben hatte, hatte ich in meinem ganzen Leben nicht geschrieben. Die zwei Fächer wo ich keine 1 hatte, waren Deutsch und Englisch. Daher seid nicht zu hart mit mir und meinem Schreibstil :). Die 12 Klasse habe ich ebenfalls mit diesem Noten Durchschnitt abgeschlossen.

Meine Motivation war nach wie vor riesig. Ich brannte von dem Verlagen nach dem Fachabitur endlich Trader werden zu können.

Zu der Zeit fing ich an viel Börsenliteratur zu lesen. Mein Idol damaliger Zeit war Andre Kostolany. Seine Bücher machten mir Freude sie zu lesen. Das Ei des Kostolany war meine erste „richtige“ Trading Strategie, nach der ich vorging, um mir gute Aktien auszusuchen. Schnell merkte ich, dass wenn ich mit Aktien reich werden wollte, ich viel größere Summe Geld benötigen würde, um von der Börse leben zu können.

Ich änderte meinen Trading Stil bisschen ab. Ich benutzte weiter die „Ei des Kostolany“ Analyse für Aktien und suchte mit die entsprechenden Optionsscheine auf die Aktien aus, die von der Analyse aus für gut gefunden habe.

Auch hier wusste ich noch nichts von Moneymanagement. Ich setze wieder mein gesamtes Kapital auf ein Optionsschein. Das ging paar mal gut, sodass ich wieder aus 500€ 10.000€ gemacht habe. Die ich wiederrum kurze Zeit später verloren habe.

Diesen Anlauf versuchte ich während meiner Schulzeit immer wieder. Und es war immer das selbe Ergebnis. Ich gewann mehrmals und verlor wieder alles, wenn nur eine einzige Wette nicht geklappt hat.

Während dieser Zeit fühlte ich mich über zwei Jahre jeweils als Krösus und ein Pleite Geier. Ich verstand einfach nicht, warum ich das ganze Geld verloren hatte. (Muss jetzt drüber lachen) Aber in dem Alter kam mir nicht in den Sinn, das Risiko zu minimieren. Ich ging die ganze Zeit All In.

Das zwölfte Schuljahr ging langsam dem Ende zu und ich wollte mich langsam bei den Unternehmen bewerben. Ich hatte sehr gute Noten und ich war sehr optimistisch. Ich verschickte mehrere Bewerbungen und als Antwort bekam ich fast immer wieder das selbe zu lesen: „Für diese Stelle ist ein Hochschulabschluss notwendig, wenn sie den haben, bewerben sie sich erneut bei uns usw…“.

Die Absagen fühlten sie alle wie ein Schlag in den Magen an. Ich war niedergeschlagen und entmutigt. Ein Studium klang für mich damals als unerreichbar. Niemand aus meiner Familie oder meiner Verwandschaft hatten Studiert, ich war auch immer schlecht in der Schule. Ausgenommen Fachabitur, aber es war neu für mich und nur über kurze Dauer.

Ich sah meinen Traum in den Sternen verschwinden. In diesem Moment erlebte ich das zweite mal in meinem Leben eine riesen Enttäuschung in der Arbeitswelt. Ich fühle mich verraten, weil die Unternehmen ihre Anforderungen angehoben und deshalb mich nicht genommen hatten. Eine Zeit der Selbstzweifel hat begonnen…

Welche Erkenntnis habe ich über gute Noten erlangt?

Gute Noten bringen viel Aufmerksamkeit mit sich von der Familie, Lehrern und manchen Mitschülern. Es gab mir ein wertschätzendes Gefühl, was mich gut fühlen lies. Nach meinem Fachabitur stand ich im Mittelpunkt und es wurde positiv über mich geredet. Natürlich hat es mir gefallen und ich wurde als Vorbild angesehen. Da wie gesagt, ich der erste war der ein Abitur in Deutschland hatte.

Aber es gibt auch auch schlechte Erfahrungen damit. Gute Noten und die damit verbunden Aufmerksamkeit ist schön, ist aber mit viel Aufwand verbunden. Mit dem Aufwand der direkt nichts mit meinen Zielen zu tun hat. Ich investierte viel Zeit um Sachen zu lernen, die mich meinem Ziel kein Stück näher brachten, sondern nur einen größeren Aufwand für mich bedeuteten.

Nach einem bestimmten Zeitraum stellte ich fest, dass ich immer unglücklicher wurde, obwohl meine Noten sehr gut waren. Der Grund dafür war der, dass ich mich von meinem eigentlichen Ziel immer weiter entfernt habe. Mein Ziel war und ist es der beste Trader der Welt zu werden. Und anstatt das ich meine Kraft und Energie dazu verwende mein Trading zu verbessern, habe ich stattdessen meine Karft und Energie für nebensächliches Ziel (Fachabitur) verwendet.

Natürlich war das Fachabitur (Zeugnis) ein Teilziel, damit ich eine Ausbildung zu Börsenhändler machen könnte. Aber es trägt absolut nichts dazu bei, dass ich besser beim Traden werde. So wurde aus meinem Nebenziel ein Hauptziel und damit das Verbundene Gefühl der Unzufriedenheit.

Fragt euch daher immer, wenn ihr ein Ziel verfolgt: „Bringt mich diese Tätigkeit meinem Ziel näher oder ist es ein versteckt Zeit- und Energiedieb?“. Wenn es das zweite ist, dann hört auf diese Tätigkeit weiter zu verfolgen. Es wird euch nur unglücklich machen.

Denn gute Noten haben nichts mit guten Trading zu tun!

Was hat Schulbildung mit Erfolg zu tun?

Die Schulbildung hat überhaupt nichts mit Erfolg im Leben zu tun. Erfolg entsteht in den Köpfen der Menschen. Wie es auch schon ein Buchtitel von Robert Kiyosaki sagt „Wenn du Reich und Erfolgreich sein willst, gehe nicht in die Schule“. Dieser Titel ist sehr provokant und trifft dennoch genau den Nagel auf dem Kopf.

Du kennst bestimmt Menschen in deinem Freundschaftskreis und Umgebung, die gute Noten hatten und auf den ersten Blick einen guten  Job inne haben. Sind das auch die Menschen, die sich schon am Montag auf Freitag freuen? Merkern sie auch über ihre Tätigkeit, über ihre Kollegen und ihre Umgebung? Würdest du sagen, dass die Menschen glücklich sind? Würdest du auch gerne so sein wie sie?

Oder inspirieren dich die Persönlichkeiten wie Bill Gates, Les Brown, Bruce Lee, Nikolaus B. Enkelmann, Robert Kiyosaki, Birger Schäfermeier etc.? Ich gehe mal davon aus, dass diese Persönlichkeiten dich mehr inspirieren. Warum ist das so?

Diese Persönlichkeiten haben sich einer Sache verschrieben. Sie wollten die besten auf ihren Gebiet werden. Jeder von den hatte am Anfang gar nichts, außer einem Traum, welchen sie in Ziele definiert haben und über Jahre konsequent verfolgt haben. Allen Widrigkeiten zum trotz. Jetzt begeistern sie tausende oder Millionen von Menschen weltweit.

Daher lautet auch meine Erfolgsformel: Halte deinen Traum fest in deinem Herzen, lass es von anderen nicht kaputt machen und gebe niemals auf. Gewinner geben niemals auf, die die aufgeben gewinnen nie!

Ich arbeite schon fast seit 10 Jahren auf meinen Ziel bester Trader der Welt zu werden, und aufgeben kommt nicht in Frage. Viele, bzw. fast alle aus meinen Familie, Freunden und Bekanntschaftskreis haben mich gefragt, ob ich keine Angst habe zu scheitern wenn ich alt bin. Auf diese Frage zitiere ich gerne meine Frau: „Man sollte von der Natur lernen. Jeder weiß, dass wenn man einen Baum pflanzt und es pflegt, dass dieser Baum wachsen und später Früchte tragen wird. Von denen du später profitieren wirst. Das selbe ist es mit deinem Traum, pflanze es und kümmere dich darum, mit der Zeit wird es wachsen und dir Früchte bringen. Auch wenn der erste Baum stirbt, begrabe ihn und pflanze einen neuen und verwende einen anderen Dünger, oder Ort etc. Jeder versuch lehrt dich neue Erfahrung.“

Mit diesen Wörtern möchte ich diesen Abschnitt beenden. Falls du es dir gefallen hat, dann schreib mit ein Kommentar und empfehle mich deinen Freunden. Ich möchte mich in einem Netzwerk von erfolgreichen Menschen umgeben.

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